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Malteser Stockach

Vielfältige Auswahl - Soziale Engagements in Freiwilligendiensten FSJ und BuFDi

04.06.2013
Evelina Müller, Olivia Glajc, Sebastian Harsch und Marco Hotz leisten bei den Maltesern einen Freiwilligendienst.

Konstanz (mhd) Die Chance auf den Wunschstudienplatz verbessern, sich sozial engagieren, etwas anderes ausprobieren, sich orientieren oder einfach Erfahrungen sammeln: So vielfältig wie die Motive für vier junge Menschen sind, so vielfältig sind die möglichen Aufgaben beim Malteser Hilfsdienst. Während eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) oder einer Teilnahme am Bundesfreiwilligendienst (BFB) lässt sich auch die persönliche Lebensplanung ohne großen Druck überdenken.

Sebastian Harsch, Olivia Glajc, Marco Hotz und Evelina Müller haben sich jeder für eines dieser Programme entschieden und für mindestens zwölf Monate verpflichtet. Sebastian Harsch möchte Medizin studieren. Da sein Notendurchschnitt nicht ausgereicht hat, nutzt er das FSJ zur Überbrückung zwischen Schule und Studium. Dabei wird ihm das FSJ als Wartezeit angerechnet, was seinen Notenschnitt ausgleichen hilft. „Im Rettungsdienst kann ich schauen, ob mir die medizinische Ausrichtung überhaupt gefällt“, erklärt der 18-Jährige.

Ich habe bisher nichts Soziales gearbeitet“, gesteht Olivia Glajc. Im BFD möchte die 20-Jährige etwas der Allgemeinheit zurückgeben. Die ursprünglichen Pläne von Marco Hotz zielten auf ein Chemie-Studium. „Das hat nicht geklappt“, berichtet der 20-Jährige. Wichtig sei ihm, ein Jahr im BFD etwas Sinnvolles zu machen, bevor er dann eine Ausbildung als Pharmakant beginnt. Evelina Müller liebäugelt ebenfalls mit einem Medizin-Studium. Während ihrer ersten Zeit im BFD reifte die Idee vielleicht Pflegewissenschaften zu studieren. „Das hört sich ziemlich gut an“, erzählt sie. Bevor dies in Angriff nimmt, möchte die 19-Jährige eine Ausbildung als Krankenpflegerin machen.

Sebastian Harsch ist als Rettungshelfer viel im Krankentransport beschäftigt. „Es ist nett, wenn ich mich mit den Menschen unterhalten kann“, berichtet er. „Sie haben viel erlebt“, ergänzt er. Es muss dabei nicht viel reden sondern einfach nur geduldig zuhören. Glücklich ist er, wenn Menschen die schwer erkrankt sind und nicht mehr leben wollen, am Ende der Fahrt ihm zulächeln und sich freuen, erzählt Harsch.

Olivia Glajc arbeitet im Malteser Seniorenzentrum am Fürstenberg (MSZAF). Dort arbeitet sie im Restaurant und in der Küche. „Daher komme ich nicht so viel mit den Senioren zusammen, außer während der Essenzeit“, erklärt sie. „Es ist immer ein Highlight wenn der erste Gast hereinkommt“, fügt sie hinzu. Besonders erfreut ist sie, wenn das gute Essen gelobt wird.

Marco Hotz hat inzwischen gelernt, mit den unterschiedlichsten Gästen im Fahrdienst umzugehen. „Die Leute freuen sich, wenn sie mich wieder sehen“, berichtet er stolz. Andere würden sich aufregen, wenn sie eine Minute zu spät oder zu früh kämen. Für die Malteser hat er sich entschieden, weil er als Schüler vier Jahre zuvor bei ihnen ein soziales Praktikum gemacht hat.

Evelina Müller arbeitet in einer Seniorenwohngemeinschaft im Malteser Senioren-zentrums am Fürstenberg und unterstützt die Alltagsbegleiterin. „Ich schätze den direkten Kontakt mit den Menschen“, begründet sie ihre Wahl. Aus den Gesprächen mit den lebenserfahrenen Menschen kann sie viel für sich selbst mitnehmen, erzählt sie. „Wir haben eine richtig familiäre Atmosphäre; es werden viele Witze erzählt, und wir lachen viel“, beschreibt sie ihren abwechslungsreichen Alltag.

INFO:

Die Freiwilligendienste

Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und der Bundesfreiwilligendienst (BFD) sind die beiden Freiwilligendienste, die der Malteser Hilfsdienst anbietet. Angenommen werden junge Frauen und Männer ab 17 Jahre, die sich für mindestens 12 Monate verpflichten. Maximal sind 24 Monate möglich. Der BFD wurde als Ersatz für den Zivildienst eingerichtet. Den BFD können – anders als im Zivildienst – auch ältere Menschen wahrnehmen. Für Freiwillige über 27 Jahren ist ein Teilzeitdienst von mehr als 20 Stunden wöchentlich möglich. Die Helfer sind sozial- und krankenversichert. Weitere Informationen zum freiwilligen Engagement bei den Maltesern gibt es in der Bezirksgeschäftsstelle Bodensee, Friedrichstraße 23, 78464 Konstanz, Telefon 07531/8104-0, E-Mail info(at)malteser-bodensee(dot)de

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